„Von der Vision zum Handlungskonzept“ – Das Netzwerk nimmt die Arbeit an einem Handlungskonzept zur strategischen Weiterentwicklung des inklusiven Kinder- und Jugendreisens auf

Am 08. April und 27. Oktober 2016 fand sich das Netzwerk „Inklusiv unterwegs – Initiative Inklusives Kinder- und Jugendreisen in NRW“ zum 3. und 4. Netzwerktreffen an der TH Köln zusammen. Die rund 20 unterschiedlichen Akteure des Kinder- und Jugendreisens aus der Jugendarbeit, der Jugendverbandsarbeit, der Behindertenhilfe, von Kommunen, Unterkünften, Selbstvertretungen sowie freien wie kommerziellen Reiseveranstaltern nahmen die Weiterarbeit an der im Rahmen des 2. Netzwerktreffens (Link) entwickelten Vision auf.

Ausgehend von der im 2. Netzwerktreffen entwickelten Idee, gemeinsam eine „modellhafte Reise“ zu entwickeln, um dabei an konkreten Aspekten die verschiedenen Herangehensweisen und Stolpersteine von inklusiven Kinder- und Jugendreisen zu diskutieren, wurden im Rahmen des 3. Netzwerktreffens am 08. April zunächst verschiedene Kooperationsmodelle zwischen Trägern der Jugendarbeit und der Behindertenhilfe diskutiert. In der Diskussion zeigte sich schnell, dass diese Modelle zwar einen guten gedanklichen Impuls liefern, sich die Realität aber weit komplexer darstellt. In einer intensiven Workshopphase beschäftigten sich die Netzwerkakteure daraufhin mit folgenden Fragestellungen:

  • Was brauchen (ehrenamtliche) Teamer*innen von inklusiven Reisen?
  • Wie entsteht ein Team bei einer auf einer Kooperation beruhenden Reise?
  • Welche Informationen braucht wer wann und wie werden sie vermittelt?
  • Welche Konsequenzen und Herausforderungen entstehen durch eine Kooperation zwischen Jugendarbeit und Behindertenhilfe hinsichtlich finanzieller Förderung und Preisgestaltung?

Auf Grundlage der Arbeitsergebnisse wurden erste Eckpunkte für die Entwicklung von grundlegenden Mindeststandards inklusiver pädagogischer Kinder- und Jugendreiseangebote herausgearbeitet.

Das 4. Netzwerktreffen am 27. Oktober knüpfte an diesen Arbeitsergebnissen an und entwickelte auf deren Grundlage erste Bausteine für ein übergreifendes Handlungskonzept für Akteure des inklusiven Kinder- und Jugendreisens. Ziel des Handlungskonzeptes soll es sein, grundlegende Standards für inklusives pädagogisches Kinder- und Jugendreisen zu formulieren und auf deren Grundlage eine nachhaltige Strategie für deren Weiterentwicklung auf struktureller wie Trägerebene vorzuschlagen. Das Handlungskonzept wird in den folgenden Monaten vom netzwerkinternen Arbeitskreis „Austausch zwischen Behindertenhilfe und Jugendarbeit“ (Link) weiter ausgearbeitet werden. Im Rahmen des 5. Netzwerktreffens soll das Konzept schließlich diskutiert, überarbeitet und verabschiedet werden.

dsc_0021Das Netzwerk „Inklusiv unterwegs – Initiative Inklusive Kinder- und Jugendreisen in NRW“ nahm seine Arbeit im März 2015 auf und bietet unterschiedlichen Akteure im Feld des pädagogischen Kinder- und Jugendreisens in NRW eine Plattform für den gemeinsamen und themenorientierten Austausch. Das Netzwerkprojekt wird vom Forschungsschwerpunkt Nonformale Bildung (www.nonformalebildung.de) der TH Köln unter Leitung von Prof. Dr. Andrea Platte und Prof. Dr. Andreas Thimmel koordiniert und wissenschaftlich begleitet. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre von November 2014 bis September 2017.

Nach wie vor ist das Netzwerk für neue Akteure offen. Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit Stefanie Vogt (stefanie.vogt@th-koeln.de, Tel.: 0221 8275 3688) in Verbindung.

 

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