Das Handlungskonzept für inklusives Kinder- und Jugendreisen ist da!

Sie möchten Ihre Reiseangebote weiterentwickeln? Sie suchen Anregungen, die eigene Arbeit zu reflektieren oder das Thema „inklusives Kinder- und Jugendreisen“ innerhalb Ihrer Organisation, Ihres Trägers oder Verbands voranzutreiben?

Das Handlungskonzept für inklusives Kinder- und Jugendreisen möchte zur Weiterentwicklung von Reiseangeboten für alle Kinder und Jugendlichen und zugleich auch zur Weiterentwicklung des gesamten Arbeitsfeldes der pädagogischen Kinder- und Jugendreisen beitragen. Entwickelt wurde das Handlungskonzept für inklusives Kinder- und Jugendreisen in einem intensiven Austauschprozess über 3 Jahre hinweg von Praktiker*innen und Praktikern der Jugendarbeit und der Behindertenhilfe, von Vertreter*innen von Kommunen, Unterkünften und Selbstevertretungen sowie Akteur*innen aus Wissenschaft und wichtigen Schnittstellen. Es versteht sich dabei als ein Arbeitspapier – in dem Sinne, dass es zur konzeptionellen Weiterentwicklung einlädt und zugleich Grundlage für individuelle Auseinandersetzung und Reflexion sein möchte.

Das Handlungskonzept richtet sich an drei Zielgruppen: Träger des Kinder- und Jugendreisens, das Team – d.h. die hauptberuflichen Mitarbeiter*innen und Ehrenamtler*innen, die die Reisen organisieren und durchführen – sowie die „Szene“, also alle Akteur*innen, Mutliplikator*innen aus Forschung und Praxis des Kinder- und Jugendreisens. Zudem richtet sich der zweite Teil des Handlungskonzeptes, welcher einige strukturelle Leitlinien zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendreisens vorschlägt, an die fördernden und gesetzgebenden Ebenen und politische Entscheidungsträger*innen.

Das Handlungskonzept formuliert 6 Leitziele, die eine Orientierungsfunktion haben und damit übergeordnete, konzeptionelle Ziele darstellen. Sie formulieren sozusagen Visionen darüber, was langfristig für die Praxis des inklusiven Kinder- und Jugendreisens erreicht werden soll.

Von jedem dieser Leitziele wurden mehrere Handlungsziele abgeleitet, die wiederum den drei oben genannten Zielgruppen zugeordnet sind. Diese stellen mittelfristige Ziele dar oder Zwischenschritte, die umgesetzt werden müssen, um die Leitziele langfristig realisieren zu können. Aus diesen mittelfristigen Zielen leiten sich Maßnahmen ab, die ergänzt werden durch Reflexionsfragen, die zur weiteren Operationalisierung und als Anregung für Austausch und Diskussion dienen sollen.

Das Konzept möchte Anstöße zu Reflexion und Austausch bieten, die je nach den jeweiligen Rahmenbedingungen und Besonderheiten ergänzt, erweitert oder auch ausgeklammert werden können. So sind insbesondere die bislang formulierten Maßnahmen und Reflexionsfragen zur Konkretisierung der Leit- und Handlungsziele exemplarisch gedacht und erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Zudem sind unterschiedliche Arten denkbar, mit dem Handlungskonzept weiterzuarbeiten. So kann es zur allgemeinen Orientierung dienen oder als „Baukasten“ betrachtet werden, aus dem einzelne Elemente herausgegriffen werden, die – beispielsweise anhand der Reflexionsfragen – tiefergehend diskutiert werden sollen.

Das Handlungskonzept versteht sich als work in progress – es soll und darf ergänzt, verändert und fortgeschrieben werden. Ziel ist es, das Handlungskonzept nach einer ersten Erprobungszeit in der Praxis zu überarbeiten und weiterzuentwickeln. Dazu brauchen wir Ihre Erfahrungen und Ihr Feedback. Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit und geben Sie uns Feedback! Unseren Kontakt finden Sie hier.

Unser Dank geht an alle Netzwerkakteuren*innen für Ihr großes Engagement bei der Arbeit am Handlungskonzept sowie an das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen für die Finanzierung des Projektes.

Hier geht es zum download.

Sie möchten mehr über das Projekt „Inklusiv unterwegs“ erfahren? Dann schauen Sie in unsere Projektdokumentation „Inklusiv unterwegs in NRW – im Netzwerk, im Fachkräftepool, in der Forschung“.

 

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